Die Schuhmacherei im Hause
Viktoriastrasse 26 besteht seit über 60 Jahren. Damals wurde sie
gegründet von Herrn Baptist Salm, seines Zeichens Kaufmann und
Erfinder. Mein Großvater Franz Seraphin Feuchtgruber, arbeitete
von der ersten Stunde an in dem Betrieb. Kurz nach dem Krieg waren
gute Schuhmacher sehr gefragte und viel beschäftigte Leute. Durch
Reparatur von Schuhwerk konnte man damals viel Geld sparen gegenüber
einem Neukauf. Gute alte Zeit.
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Mein Vater, Kurt
Feuchtgruber am 17.8.1930 geboren, machte seine Lehre bei dem
Namhaften Schuhmachermeister Herr Goll. In dieser Zeit erlernte er die
hohe Kunst der Neuschuhfertigung die er in seiner Gesellenzeit noch
vervollkommnen konnte. Nach seiner Meisterprüfung übernahm er den
Betrieb in der Viktoriastrasse von Herrn Salm. Zu dieser Zeit waren in
dem Betrieb zwei Gesellen ein Meister eine Näherin und eine Bedienung
beschäftigt, was in etwa einen Eindruck geben soll über die Fülle der
Reparaturaufträge dieser Zeit.
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Mein Name
ist Robert Feuchtgruber, als ich am 16.5.1959 geboren wurde
konnte ich noch nicht ahnen, dass ich bereits im Jahre 1974 eine Lehre
bei meinem Vater beginnen sollte. Mein Vater war ein strenger aber
guter Lehrmeister, der mir alles was ich wissen musste beibrachte. Als
ich im Jahre 1977 meine Gesellenprüfung ablegte wurde ich Landessieger
in Bayern. Im Jahre 1980 durfte ich mich dann endlich
Schuhmachermeister nennen. Im Jahre 1990 übernahm ich den Betrieb
meines Vaters. Bereits damals konnte man erkennen dass durch die
Produktion von Billigschuhen die Reparaturaufträge rückläufig waren.
Viele meiner Kollegen sahen Ihre Rettung in der Möglichkeit Einlagen
und Schuhzurichtungen anzufertigen und mit der Krankenkasse
abzurechnen. Als mein Vater überraschend im Jahre 1995, kurz vor
seinem 65. Geburtstag starb, war die Rezession in vollem Umfang zu
spüren und erreichte im Jahr 2000 seinen vorläufigen Höhepunkt. Ich
hatte mir bis dahin einen Ruf für qualitativ hochwertige
Schuhreparaturen gemacht, verkaufte die hervorragend gearbeiteten
HANDMACHER Schuhe der Firma Kovar und konnte die Auftragslage durch
Annahmestellen verbessern. Bis zum heutigen Tag arbeite ich nach dem
Prinzip "Schuster bleib bei Deinen Leisten", bei mir ist das die
Schuhreparatur. |
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